Aktionstag “Helfende Hände” in Frankfurt (Oder)

Im Rahmen der 26. Brandenburgischen Seniorenwoche fand gestern der 14. Aktionstag „Helfende Hände – Älter werden in Frankfurt (Oder)“ statt. Ich nutze die Gelegenheit um mich über die umfangreichen ambulanten und (teil)- stationären sozialen Dienstleistungsangebote in der Stadt zu informieren und um Gespräche mit Einrichtungen zu ihren Leistungen rund um Themen wie Gesundheit und Sicherheit, Fitness, Mobilität und Wohnungsanpassung, Pflege und Betreuung zu führen.

Mehrere Dinge wurden in den Gesprächen deutlich, es gibt eine immer größer werdende Fachkräftebedarf, u.a. weil immer mehr ältere Menschen zu hause versorgt werden und dass die Zahl der Menschen die ihre Angehörigen oder Nahestehenden selber pflegen deutlich zu genommen hat.

Ich finde, das Lohnersatzleistungen und Arbeitszeitregelungen dafür essentiell sind und das muss in ein Gesamtkonzept für gute und bezahlbare Pflege eingebettet werden. Die Anerkennung pflegender Angehöriger darf jedoch nicht zum Feigenblatt für Versorgungsmängel gemacht werden. Informelle Pflege kann fehlende professionelle Angebote nicht kompensieren. Private Sorgearbeit ist kein Ersatz für fehlende sozialstaatliche Verantwortung.

Ebenso nutze ich die Möglichkeit mich über die über 60 Selbsthilfegruppen der Stadt und ihre Aktivitäten zu informieren, denn zeitgleich fand vor Ort der Selbsthilfetag der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen Frankfurt (Oder) statt.