Möglichkeiten onkologischer Rehabilitation und der Krebs Nachsorge im ländlichen Raum

Die Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Brandenburger Landtag Bettina Fortunato und ich besuchten heute den Onkologen Prof. Dr. med. M. Kiehl am Frankfurter Klinkum. Anliegen des Besuchs war die Nachsorge bei Krebs bzw. die onkologische Rehabilitation und die Möglichkeiten diese im ländlichen Raum zu gewährleisten bzw. zu ermöglichen, ohne dass die Patient*innen weite Fahrwege auf sich nehmen müssen. Holen wir mal etwas aus:

Bei Krebspatienten beginnt die Nachsorge nach Abschluss der Erstbehandlung und der medizinischen Rehabilitation. Es gibt jedoch viele Patienten, die länger dauernde oder ergänzende, adjuvante Krebsbehandlungen erhalten. Bei ihnen gehen Erstbehandlung, Weiterbehandlung und Nachsorgeuntersuchungen fließend ineinander über. Eine Krebserkrankung und ihre Therapie beanspruchen sowohl Körper als auch Geist. Die onkologische Rehabilitation setzt nach einer Operation, Strahlen- oder Chemotherapie an, um wieder zu Kräften zu kommen, das Erlebte verarbeiten zu können und wieder neue Lebensqualität zu erlangen.

Genau hier gilt es den Patient*innen die Anfahrtswege im ländlichen Raum zum Onkologen zu erleichtern und/oder zu verkürzen. Da gäbe es die Möglichkeit der mobilen Arztpraxis in Form eines Busses, der gezielt Ortschaften anfährt. Eine etwas komfortablerer Weg wäre es vielleicht auch wenn sich der/die Onkolog*in vor Ort mit einem Allgemeinmediziner zusammenschließt und an einem Tag X in der Woche oder im Monat regelmäßig gezielt in eine Arztpraxis kommt und dort eine Sprech- und Behandlungsstunde anbietet. Somit bleiben den Patient*innen weite Fahrwege erspart, die sie evtl. mit dem ÖPNV bewältigen müssten oder mit einem Fahrservice. Das spart Zeit, Geld und Nerven und dürfte für die Genesung behilflich sein. Wir werden da weiter mit Prof. Dr. med. M. Kiehl im Gespräch bleiben und gucken was aus den heute angedachten Ideen und Möglichkeiten werden kann bzw. ob sie sich umsetzten lassen.