Fragen zur Kommunalwahl: Wie weiter nach dem Abrissstopp?

Der Frankfurter Stadtbote hat alle zehn Parteien und Listen gefragt: Welche Antworten sollten Kommunalpolitik und Stadt auf die vielfältigen wohnungspolitischen Herausforderungen in Frankfurt geben? Eine Teil der Antwort wurde heute veröffentlicht. Hier unsere komplette Antwort:

Für uns als DIE LINKE steht der Erhalt der sozialen Durchmischung in den Stadtteilen an erster Stelle. Das heißt für uns, wir wollen mit Hilfe von Bebauungsplänen gezielt auf den Abrissflächen den Mietwohnungsbau vorantreiben, sowie privaten individuellen Wohnungsbau durch die Freigabe von Bauflächen ermöglichen. Für junge Familien soll Bauland in zentraler Lage mit einem einkommensgewichteten Erbbauzins zur Verfügung gestellt werden, welche dann mit Reihen- oder Doppelhäusern bebaut werden können.

Für den zunehmenden Bedarf an altersgerechten Wohnen wollen wir die Barrierefreiheit im Wohnungsbestand der WoWi und der Genossenschaften weiterentwickeln. Außerdem sehen wir es als wichtig an, dass es genug Sozialwohnungen in den Stadtteilen gibt. Dies kann z.B. mit der Förderung der Modernisierung des vorhandenen Wohnraums, mit dem Ziel, dauerhaft bezahlbarer Mieten erreicht werden. Des Weiteren braucht es den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Wohnungswirtschaft, um die Anzahl der preisgebundenen Wohnungen, insbesondere im unteren Marktsegment, festzuschreiben.