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2020: Dystopie oder unsere Zukunft?

Manchmal kommt mir die derzeitige Gegenwart vor wie ein dystopischer Zukunftsroman aus den 1990ern. Buschbrände in Australien, die lange Zeit nicht beherrschbar sind und für Menschen und Tiere zu unbewohnbaren Orten führen. Ein Virus, welches dazu führt dass ganze Länder sich abriegeln und gesellschaftliches Leben zunehmend schwerer wird, sich überhaupt zu manifestieren. Dass dazu führt, dass jede Berührung eine potenzielle Gefahr ist und wir noch mehr um unsere Eltern und Großeltern fürchten müssen als sonst eh schon. Der Rückfall demokratischer Länder in höchst autoritäre Zeiten, bei denen dann gern die Wahrheit gleich mitstirbt (siehe Impeachment-Verfahren). Und Menschen, die mit nichts fliehen außer ihrem Leben und ein paar Habseligkeiten, und an den Grenzen zur Festung Europa mit Wasserwerfern, Rauchgranaten und Gummigeschossen empfangen werden. Vieles, was lange unvorstellbar schien, ist heute einfach Realität. Der Mord an Lübcke, die Anschläge von Halle und Hanau. Auch das Ereignisse wie aus einem Roman einer schlechten Zukunft.

Der gesellschaftliche und zivilisatorische Fortschritt ist weder ein Automatismus noch eine Einbahnstraße, das wird jeden Tag deutlicher. Und doch, mit Bloch: Das Prinzip Hoffnung bleibt. Dass sich Wachstum und Emissionen entkoppeln. Dass Corona effektiv eingedämmt wird. Und dass Menschen einander wieder stärker als Menschen betrachten, und Mauer und Stacheldraht Produkte des 20. Jahrhunderts bleiben.

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