8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus!

Am 8. Mai erinnern wir nicht nur an das Ende des 2. Weltkrieges und damit der NS-Herrschaft. Wir gedenken ebenso jenen Millionen Menschen, die Opfer faschistischer Gewalt und des Krieges wurden. Was Europa und die Welt heute gedenkt, ist das Ende eines grausamen Krieges, einer totalitären Ideologie und einer ausbeuterischen Gewaltherrschaft.

Wir verneigen uns voller Dankbarkeit und Demut vor allen Soldaten, Partisanen und Widerstandskämpfer*innen, die dafür gekämpft haben, die Welt vom Deutschen Faschismus zu befreien und damit die Grundlage für eine friedliche Entwicklung in Europa zu schaffen.

Wir wissen, dass die Früchte des 8. Mai stets gefährdet sind. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung haben Konjunktur. Wir wissen, die soziale Spaltung der Gesellschaft hat ein Ausmaß erreicht, in dem die Angst vor dem Abstieg Anpassungsdruck und Ausgrenzungsbereitschaft erhöht.

Doch auch die unheilvolle Wiederkehr von menschenfeindlichem, NS-verherrlichendem und inhumanem Gedankengut in dieser Gesellschaft muss uns an diesem Tag gewahr sein. Es ist heute wichtiger denn je an den Tag der Befreiung zu erinnern.