PM Ost-West Lohnunterschiede gehören in die Mottenkiste der Vergangenheit

Zum heutigen Warnstreik beim Klinikum Frankfurt (Oder) erklärt Jan Augustyniak, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE. Frankfurt (Oder):

„Wir stehen einmal mehr solidarisch an der Seite der Beschäftigten des Frankfurter Klinikum. Denn die Lohnbenachteiligung, der dort Beschäftigten, muss ein Ende haben. Viele der Beschäftigten sind nach 1989 geboren und werden 30 Jahre später immer noch mit den künstlich am Leben erhaltenden Ost-West Lohnunterschieden stigmatisiert. Damit muss Schluss sein.“

Die Gewerkschaft ver.di hatte Mitte des Jahres 2018 eine Entgelterhöhung um 9,6 Prozent, dabei mindestens 230 EUR monatlich gefordert. Mit einer Übergangsregelung wurden in einem ersten Schritt die Entgelte ab 1. August 2018 um 2 Prozent erhöht. Nun fordert die Gewerkschaft für die Zeit ab Januar 2019 die restlichen 7,6 Prozent Entgelterhöhung, um das Entgeltniveau weiter an das des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes anzugleichen. Die Tarifverhandlungen Mitte Februar brachten keine Einigung mit dem Arbeitgeber.

„Es ist mir unbegreiflich wie der Arbeitgeber der Belegschaft sinnhaft vermitteln will, warum ihre Arbeit weniger wert ist, als die der Mitarbeiter*innen in Münchener oder Dortmunder Krankenhäusern. Das ist so viele Jahre nach der Wende nicht mehr vermittelbar und gehört in die Mottenkiste der Vergangenheit. Ein weiterer Punkt, der für die Entgelterhöhung spricht, ist, dass die Krankenkassen die Krankenhausleistungen in Frankfurt (Oder) nicht schlechter als in Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Berlin vergüten,“ so Augustyniak weiter.