PM: Solidarität mit den Beschäftigten im ÖPNV

Am heutigen Dienstag traten die Beschäftigten der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft in einen 6-stündigen Warnstreik. Anlass für diesen Warnstreik ist die laufende Tarifrunde für brandenburger Nahverkehrsunternehmen. Dazu erklärt Jan Augustyniak, Vorsitzender der Partei DIE LINKE. Frankfurt (Oder):

„Nach wie vor bilden die brandenburger Einkommen im ÖPNV das bundesweite Schlusslicht. So liegt zur Zeit das Einstiegsgehalt für die Bus- und Straßenbahnfahrer*innen bei 1.983.- Euro/Monat (brutto). Der Warnstreik werde hoffentlich dazu beitragen, dass die Arbeitgeber ein deutlich besseres Angebot machen. Es braucht mehr Zuschüsse vom Land für den ÖPNV, denn auch das Land müsste ein Interesse daran haben, dass niemand in Altersarmut gerät. Spätestens bei der Grundsicherung im Alter muss der Staat sowieso für die Bus- und Straßenbahnfahrer*innen am Ende zahlen, vielleicht sogar schon früher, weil der Lohn der Bus- und Straßenbahnfahrer*innen nicht ausreicht eine Familie zu ernähren. Da kann mit Zuschüssen lieber gleich dafür gesorgt werden, dass Bus- und Straßenbahnfahrer*innen mit ihrem Lohn und später mit ihrer Rente auskommen.
Wir stehen als DIE LINKE solidarisch an der Seite der Beschäftigten des Brandenburger Nahverkehrs. Wir werben für Verständnis und Solidarität mit den Beschäftigten im Nahverkehr bei allen, die von dem Warnstreik betroffen sind. Die brandenburger Nahverkehrsunternehmen müssen eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung guter Arbeitsbedingungen einnehmen.“

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten deutliche Einkommensverbesserungen von 1,80 Euro zusätzlich pro Stunde, das entspräche ca. 300 Euro monatlich.