Integration darf Scheitern der EU-Agrarpolitik nicht überdecken

Der Kreisvorsitzende der Frankfurter LINKEN, Jan Augustyniak widerspricht den Äußerungen des Frankfurter Bundestagsabgeordneten Martin Patzelt im Moz Artikel „Patzelt will Flüchtlinge als Erntehelfer“:

„Die Landwirtschaft darf nicht als Feigenblatt für Integration herhalten und Mindestlöhne unterlaufen, das wäre in dem Fall so etwas wie moderner Sklavenhandel mit Geflüchteten. Ebenso wenig darf Integration das Scheitern der EU-Agrarpolitik aus sozialer und ökologischer Sicht überdecken. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der EU-Agrarpolitik und der EU Subventionspolitik. Unsere Landwirtschaft muss sich strategisch wieder am Gemeinwohl orientieren. Das schließt auch die Stärkung der regionalen Verarbeitung und Vermarktung ein, die Wertschöpfung in die ländlichen Räume bringt und damit gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu lebendigen Dörfern ist. Ortsansässige Landwirtinnen und Landwirte sind unsere wichtigsten Partnerinnen und Partner für die notwendigen Veränderungen und müssen von ihrer Arbeit leben können. Gleichzeitig müssen sie aber auch ihre Beschäftigen fair bezahlen und wichtige, am Gemeinwohl orientierte Investitionen tätigen.“