Anfrage zu Geflüchteten Beratung in der Stadt Frankfurt (Oder)

Anfrage im Ausschuss für Bildung, Sport, Gleichstellung, Gesundheit und Soziales; Sitzung: 8. März 2016,

Einreicher: Jan Augustyniak, Sachkundiger Einwohner Fraktion DIE LINKE

Beantwortung: Mündlich und Schriftlich

Anfrage zu Geflüchteten Beratung in der Stadt Frankfurt (Oder)

Am 29. Februar teilte der Verein Utopia mit, das er seine ehrenamtliche Geflüchteten Beratung einstellt. Der Verein unterhielt seit den frühen nuller Jahren dieses Angebot im Ehrenamt. Dass der Bedarf an Beratungsarbeit derzeit sehr hoch ist, sollte jedem klar sein. Das Asylverfahren in der Bundesrepublik Deutschland ist derart komplex, dass Geflüchtete es ohne Hilfe kaum durchdringen können. Da das Asylverfahren aber entscheidend für ihre Perspektive in Deutschland ist, legt die Beratung zwangsläufig hier einen Schwerpunkt.

Die Geflüchtetenberatung hat es sich ebenso zur Aufgabe gemacht, Geflüchtete auch bei den Problemen ihres Alltags, die außerhalb des eigentlichen Asylverfahrens aufkommen, zur Seite zu stehen. Das hängt zu einem mit der häufig vorhandenen Sprachbarriere zusammen. Zum andern funktionieren insbesondere bürokratische Abläufe in ihren Herkunftsländern oft anders als in Deutschland.

Ich frage deshalb die Stadtverwaltung:

Wie schätzt die Stadtverwaltung den Beratungsbedarf für Geflüchtete ein, welche in der Zweitunterbringung untergebracht sind?

Welche Möglichkeiten sieht und hat die Stadt, ehrenamtliche Strukturen in ihrer Beratungsarbeit zu unterstützen?

Sieht die Stadt die Möglichkeit, eine zeitnahe und qualitativ hochwertige Beratungsarbeit durch Hauptamtliche zu gewährleisten?

Im neuen Landesaufnahmegesetz, dass der Landtag am 09.03. verabschiedet, werden 54 Stellen für die überregionale Flüchtlingsberatung vorgesehen. Wie gedenkt die Stadt Frankfurt (Oder) die vorgesehenen und ausfinanzierten Stellen zu vergeben?